Allgemeine Sicherheitshinweise

Ein Gespann zeigt ein ganz anderes Fahrverhalten als ein Fahrrad ohne Anhänger. Auf den ersten Blick ist dies u. U. nicht immer sofort erkennbar. Befolgen Sie daher bitte alle Warnhinweise. Lesen Sie vor Erstgebrauch des Anhängers die folgenden Sicherheitshinweise unbedingt nochmals sorgfältig durch. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Burley-Fachhändler.

 

! WARNHINWEIS !
Das Radfahren (mit oder ohne Anhänger) ist allgemein mit gewissen Gefahren verbunden. Daher sind sämtliche Sicherheits- und Warnhinweise grundsätzlich vollständig und korrekt zu befolgen. Nichtbeachtung dieses Warnhinweises kann zu Unfällen und schweren Verletzungen führen

 

Kinder schützen
Kinder im Anhänger müssen stets beaufsichtigt werden und Schutzhelme tragen (auch bei abgestelltem Anhänger). Benutzen Sie im Schiebebetrieb grundsätzlich den Sicherungsriemen für das Handgelenk, um ein unkontrolliertes Wegrollen des Anhängers bei unbeabsichtigtem Loslassen des Multifunktionsbügels zu verhindern. Im Fahrbetrieb muss sich der Multifunktionsbügel grundsätzlich in korrekter Position befinden bzw. zur Anhängerfront zeigen, um größtmöglichen Schutz bei eventuellen Unfällen/Überschlägen zu gewährleisten. Parallel ist der Sicherungsriemen für das Handgelenk im Fahrbetrieb so am Bügel zu fixieren, dass das lose Riemenende nicht mit passierten Hindernissen auf oder entlang der Strecke in Kontakt kommen, sich an diesen verfangen oder in die Räder geraten kann. Kinder dürfen grundsätzlich nur mit korrekt angelegtem Gurtsystem transportiert werden.

Für ein Maximum an Funktionalität, Stabilität und Sicherheit müssen einzelne Kinder in der Mitte des Anhängers sitzen. Unterwegs muss regelmäßig der korrekte Sitz der Schultergurte überprüft werden (v. a. bei schlafenden Kindern). Stellen Sie zudem sicher, dass transportierte Kinder nicht in Kontakt mit den Rädern oder anderen Anhängerteilen kommen können. Deshalb sollte der Anhängerbetrieb grundsätzlich nur mit korrekt geschlossenem Verdeck erfolgen.


Nur Fahrräder und Anhänger in einwandfreiem Zustand verwenden
Für Gespanne vorgesehene Fahrräder müssen einwandfrei gewartet sein. Kontrollieren Sie daher vor jeder Fahrt grundsätzlich den technischen Zustand Ihres Fahrrads (v. a. Bremsen, Lenkung und Reifen) und Ihres Anhängers. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Bremsanlage zu richten, da diese den erhöhten Anforderungen im Gespannbetrieb gewachsen sein muss. Im Zweifelsfall wenden Sie sich daher bitte vorab an Ihren Burley-Fachhändler.

Anhänger dürfen niemals eigenmächtig verändert oder modifiziert werden, da dies die Verkehrs- und Betriebssicherheit extrem gefährden kann (z. B. durch Stabilitätsverlust, Bremswegverlängerung oder Umkippen). Zudem erlöschen durch eigenmächtige Veränderungen sämtliche Garantieansprüche.

Fahrten mit beschädigten Anhängern sind grundsätzlich zu unterlassen. Beschädigte und/oder fehlende Teile müssen unverzüglich durch geeignete Neuteile ersetzt werden. Sämtliche erforderlichen Reparaturmaßnahmen an Fahrrad und/oder Anhänger sind grundsätzlich und ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal vorzunehmen.

Warten und überprüfen Sie Ihren Anhänger in regelmäßigen Abständen korrekt gemäß den aufgeführten Sicherheits-Checklisten (s. Abschnitt 18) und Hinweisen unter „Wartung & Pflege“ (s. Abschnitt 19). Wenn Sie sich bezüglich Inspektion, Wartung oder Pflege von Fahrrad und/oder Anhänger im Zweifel fühlen, überlassen Sie dies bitte Ihrem Burley-Fachhändler.

 

Fahrverhalten von Gespannen
Aufgrund des größeren Gesamtgewichts reagiert ein Gespann beim Anfahren und Bremsen wesentlich träger. Auch das Überqueren von Kreuzungen, Straßen usw. dauert länger als bei Fahrrädern ohne Anhänger. Da der Bremsweg stark zunimmt, ist ein einwandfreier Zustand der Fahrradbremsen von größter Wichtigkeit. Durch die höhere Gesamtlänge ist der Wendekreis bei Gespannen wesentlich größer als bei Fahrrädern ohne Anhänger. Aufgrund der höheren Gesamtbreite ist beim Durchfahren von schmalen Passagen besondere Vorsicht geboten. Zusätzliche Rückspiegel am Fahrrad erhöhen die Verkehrssicherheit und erlauben zudem das Beobachten transportierter Kinder während der Fahrt. Bei Erstgebrauch müssen sich Radfahrer grundsätzlich abseits der Verkehrswege schrittweise an das Fahrverhalten ihres Gespannes gewöhnen. Die Eingewöhnung muss bei niedrigen Geschwindigkeiten auf ebenem und trockenem Untergrund erfolgen.


Umkippen verhindern
Wie bei allen Anhängern besteht auch bei Fahrradanhängern die Gefahr des Umkippens. Daher sollte das Überfahren von Bordsteinkanten, Schlaglöchern und anderen Hindernissen unbedingt vermieden werden. Auch plötzliche Richtungsänderungen und Talfahrten bei hohen Geschwindigkeiten können ein Umkippen des Anhängers nach sich ziehen. Beim Abbiegen darf die Geschwindigkeit maximal 8 km/h betragen, da Anhänger größeren Massenträgheitskräften ausgesetzt sind als einzelne Fahrräder. Damit das Gespann bei Gefahr rechtzeitig zum Stillstand kommt und Hindernissen sicher ausgewichen werden kann, ist die maximale Höchstgeschwindigkeit auf 24 km/h begrenzt. Transportierte Kinder müssen grundsätzlich korrekt angegurtet sein, sich während der Fahrt ruhig verhalten und dürfen sich keinesfalls herauslehnen oder ruckartig bewegen. Ansonsten kann die dadurch entstehende Gewichtsverlagerung zum Umkippen des Anhängers führen.


! WARNHINWEIS !

Umkippende Fahrradanhänger können zu schweren Unfällen und ernsthaften Verletzungen führen. Daher sind UNBEDINGT zu vermeiden:

• Unruhe, Herauslehnen oder ruckartige Bewegungen transportierter Kinder

• Das Überfahren von Schlaglöchern, Bordsteinkanten und anderen Hindernissen. Stattdessen empfiehlt es sich, abzusteigen und das Gespann vorsichtig über das Hindernis zu schieben

• Schnelle und/oder plötzliche Richtungswechsel

• Überschreiten der max. Zuladung von 34/45 kg (Solo/D’Lite)

• Über- oder Unterschreiten der Deichselstützlast von 30–80 N (3–8 kg) durch unausgewogene Gewichtsverteilung

• Fahrten mit nicht angepasster Geschwindigkeit

• Durchfahren von Steilkurven

• Mangelhaft montierte Räder

• Mangelhaft montierte Deichsel und/oder Anhängerkupplung

• Zu niedriger oder zu hoher Reifendruck


Nur Kinder transportieren
Kinderfahrradanhänger von Burley sind in erster Linie für den Transport von Kindern vorgesehen. Der Transport von Haustieren muss separat geprüft werden. Transportierte Haustiere dürfen jedoch in keinem Fall angegurtet werden. Separate Zuladungen (Taschen, Spielzeug usw.) dürfen aufgrund des Verletzungsrisikos nicht scharfkantig sein und müssen grundsätzlich ausreichend gesichert werden.


Kinder an Anhänger gewöhnen
Kinder müssen durch kurze Testfahrten zunächst schrittweise an den Transport im Anhänger gewöhnt werden und sind grundsätzlich zu beobachten. Während der Fahrt wird dies durch zusätzliche Rückspiegel am Fahrrad erleichtert. Anhänger dürfen nicht in Umgebungen verwendet werden, die transportierte Kinder in Unruhe oder Angst versetzen können.


Gesundheitliche Kriterien und Eignung von Kindern
Mit Burley-Fahrradanhängern dürfen Kinder nur transportiert werden, wenn diese bereits selbständig aufrecht sitzen und einen Schutzhelm tragen können. Besonders wichtig ist dabei eine ausreichend entwickelte Halsmuskulatur. Lassen Sie grundsätzlich von einem Arzt prüfen, ob Ihr Kind alle gesundheitlichen Kriterien für den Transport in einem Fahrradanhänger erfüllt.


HINWEIS
Durch Verwendung des optional erhältlichen Burley-Sitzverkleinerers (Baby Snuggler) können auch kleinere Kinder sicher in einem Burley-Kinderfahrradanhänger transportiert werden. Für weitere Informationen zu diesem Zubehör wenden Sie sich bitte an Ihren Burley-Fachhändler oder besuchen Sie uns im Internet unter www.burley.de.


Maximale Zuladung, Stützlast, Sitzhöhe und Mindestalter beachten
Für ein-/zweisitzige Burley-Kinderfahrradanhänger liegt die maximale Zuladung bei 34/45 kg. Abhängig vom Anhängermodell dürfen ein oder zwei Kinder bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres transportiert werden. Altersunabhängig dürfen Kinder nicht transportiert werden, wenn ihre Körpergröße die maximale Sitzhöhe überschreitet (Mindestabstand 10 cm zwischen Kopf inkl. Schutzhelm und Unterkante Verdeck/oberes Rahmenrohr). Im Fall des Überschlagens oder Umkippens kann dies ansonsten zu schweren Verletzungen der Insassen führen. Zudem darf die Deichselstützlast von 30–80 N (3–8 kg) weder über- noch unterschritten werden (s. allgemeinen Sicherheitshinweis „Anhänger richtig beladen“)


Verdeck schließen
Beim Fahren mit einem Burley-Kinderfahrradanhänger muss das Fliegennetz grundsätzlich geschlossen sein, um transportierte Kinder vor Insekten, Rollsplitt und anderen losen Partikeln zu schützen. Schließen Sie abhängig von den Witterungsverhältnissen zusätzlich das integrierte Regenverdeck. Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung dürfen Kinder niemals unbeaufsichtigt im Anhänger verbleiben, da sich der Innenraum bei warmer Witterung u. U. stark aufheizt. Sorgen Sie stets für eine ausreichende Belüftung (z. B. durch Öffnen des Regenverdecks) und benutzen Sie bei Bedarf den integrierten Sonnenschutz. Für optimale Klimakontrolle sorgt eine zusätzliche Belüftungsklappe im Heckbereich des Verdecks. Bitten kleiden Sie Ihre Kinder den Witterungsverhältnissen entsprechend. Kontrollieren Sie zudem in regelmäßigen Abständen, ob sich Ihre Kinder im Anhänger wohlfühlen.


Anhänger richtig beladen
Kinder und/oder Zuladungen müssen so im Anhänger platziert werden, dass das Gewicht zentriert und vor der Achse zu liegen kommt. Der Anhänger muss entsprechend ausbalanciert sein. Beim Beladen ist daher insbesondere darauf zu achten, dass keine Hecklastigkeit entsteht. In diesem Zusammenhang darf die Deichselstützlast von 30–80 N (3–8 kg) weder über- noch unterschritten werden, damit das Hinterrad des Zugfahrrads jederzeit sicheren Bodenkontakt hat. An der Deichsel dürfen keinerlei Zuladungen befestigt werden. Halten Sie den Schwerpunkt so niedrig wie möglich und stellen Sie sicher, dass transportierte Kinder oder Zuladungen nicht ins Rutschen geraten können. Bei plötzlichen Vollbremsungen oder Richtungswechseln können nicht ausreichend gesicherte Gegenstände verrutschen und zum Umkippen oder Überschlagen des Anhängers führen.

Zudem darf die maximal gestattete Zuladung von 34/45 kg (ein-/zweisitzige Burley-Kinderfahrradanhänger) nicht überschritten werden, um Rahmenkonstruktion und/oder Anbauteile keiner übermäßigen Belastung auszusetzen. Letztere kann Rahmenkonstruktion und/oder Anbauteile irreparabel beschädigen sowie die Verkehrs- und Betriebssicherheit extrem gefährden. Bei einem Verrutschen transportierter Kinder und/oder Zuladungen ist von einem Fortsetzen der Fahrt unverzüglich abzusehen. Anschließend ist so schnell wie möglich ein sicherer Ort abseits der Fahrbahn aufzusuchen. Die Fahrt darf erst dann wieder aufgenommen werden, wenn transportierte Kinder wieder korrekt sitzen bzw. verrutschte Zuladungen wieder sicher im Anhänger befestigt sind. Nichtbeachtung dieses Hinweises kann zu schweren Verletzungen der Insassen führen.


Sicheres An- und Abkoppeln
Zum An- und Abkoppeln muss das Gespann grundsätzlich sicher auf ebenem Untergrund stehen. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass es nicht umkippen kann. Zum An- oder Abkoppeln betätigen Sie bitte grundsätzlich zuerst die Feststellbremse des Anhängers, um unbeabsichtigtes Wegrollen zu verhindern. Das An- und Abkoppeln darf grundsätzlich nur bei leerem Anhänger erfolgen. Lassen Sie alle Insassen daher unbedingt vorher aussteigen und entnehmen Sie zusätzlich evtl. vorhandenen Zuladungen.

Überprüfen Sie zudem vor jedem Gebrauch den technischen Zustand der Feststellbremse und deren einwandfreie Funktion. Dies gilt insbesondere nach sämtlichen Wartungs- und Montagearbeiten an den Rädern.


Optionales Zubehör korrekt verwenden
Burley-Kinderfahrradanhänger dürfen grundsätzlich nur in Verbindung mit optional erhältlichem Zubehör von Burley verwendet werden. Hierbei sind Spezifikationen und Kompatibilität von Anhänger/Zubehör grundsätzlich korrekt zu beachten. Eine Verwendung von Zubehörteilen anderer Hersteller kann die Verkehrs- und Betriebssicherheit stark negativ beeinträchtigen. Dies gilt insbesondere für nicht kompatibles Fremdzubehör wie z. B. Autokindersitze.

Optional erhältliche Jogging-Sets von Burley müssen grundsätzlich korrekt und sicher montiert sein. Dabei sind sämtliche Montage- und Sicherheitshinweise in der Betriebsanleitung des Jogging-Sets grundsätzlich korrekt zu beachten. Jogging-Sets von Burley sind grundsätzlich nur auf geeignetem, glattem Untergrund und niemals in Verbindung mit Inlineskates/Rollschuhen zu verwenden. Treppen und Rolltreppen dürfen dabei grundsätzlich nicht benutzt werden.

Im Schiebebetrieb per Jogging-Set muss grundsätzlich der Sicherungsriemen für das Handgelenk angelegt werden, um ein unkontrolliertes Wegrollen des Anhängers bei unbeabsichtigtem Loslassen des Multifunktionsbügels zu verhindern.

Der optional erhältliche Burley-Sitzverkleinerer (Baby Snuggler) erlaubt den sicheren Transport von kleineren Kindern in Burley-Kinderfahrradanhängern. Aufgrund des besonderen körperlichen Entwicklungsstands im Kleinkindalter ist eine vorherige gesundheitliche Eignungsprüfung durch einen Arzt von größter Wichtigkeit. Zudem sind sämtliche Montage- und Sicherheitshinweise in der Betriebsanleitung des Burley-Sitzverkleinerers grundsätzlich korrekt zu beachten.

Das optional erhältliche Ski-Set für Burley-Kinderfahrradanhänger darf zu keiner Jahreszeit im Fahrbetrieb (d. h. mit Fahrrad als Zugfahrzeug) verwendet werden. Diese Zubehöroption verwandelt Burley-Kinderfahrradanhänger in Transportschlitten, die ausschließlich zur winterlichen Beförderung von Kindern durch Fußgänger auf verschneitem Untergrund vorgesehen sind. Sämtliche Sicherheits- und Montagehinweise in der Betriebsanleitung des Ski-Sets sind dabei vollständig und korrekt zu beachten. Das Rad- oder Gespannfahren auf vereistem und/oder verschneitem Untergrund ist aufgrund der erhöhten Rutsch- und Sturzgefahr grundsätzlich zu unterlassen.


Keine motorgetriebenen Zugfahrzeuge
Kinderfahrradanhänger von Burley dürfen grundsätzlich nicht in Verbindung mit motorgetriebenen Zugfahrzeugen verwendet werden. Ansonsten kann der Anhänger durch die weitaus höheren Beschleunigungskräfte und Geschwindigkeiten beschädigt werden, umkippen oder vom Zugfahrzeug getrennt werden.


Richtige Reifen, Felgen und Luftdruck verwenden
Burley-Anhänger dürfen ausschließlich mit den werkseitig mitgelieferten Reifen und Felgen betrieben werden. Vorgeschriebener Luftdruck (2,0 bis 2,4 Bar), Profil, Felgen-/Reifenzustand und einwandfreie Funktion der Push-Button-Laufradverriegelungen müssen vor jeder Fahrt sorgfältig kontrolliert werden. Wir empfehlen ausschließlich die Verwendung von Reifen mit Straßenprofil.


Sicherheitsfahne verwenden
Die Sicherheitsfahne ist grundsätzlich zu verwenden, um das Gespann klar für andere Verkehrsteilnehmer zu kennzeichnen. Fahrten mit fehlender oder beschädigter Sicherheitsfahne sind daher unbedingt zu unterlassen. Im Fahrbetrieb muss die Fahne auf der Fahrbahninnenseite (in Fahrtrichtung links gesehen) in einem Winkel von 90º nach oben zeigen. Sie darf lediglich im Schiebebetrieb waagerecht und gerade nach vorne ausgerichtet werden. Dabei darf die Fahne keinesfalls nach unten zeigen, um einen Kontakt mit der Fahrbahn und/oder passierten Hindernissen zu vermeiden. Eine Ausrichtung in Richtung Anhängerheck ist aufgrund des potentiellen Verletzungsrisikos für den schiebenden Fußgänger und/oder nachfolgende Personen grundsätzlich zu unterlassen.


Anhängerkupplung und Deichsel überprüfen
Die Anhängerkupplung muss sicher am Fahrradrahmen befestigt sein. Vor jedem Gebrauch müssen Anhängerkupplung, Deichsel und flexibler Anschlusszapfen auf einwandfreie Funktion und sicheren Sitz überprüft werden. Zudem darf die Deichselstützlast von 30–80 N (3–8 kg) weder über- noch unterschritten werden. Informationen zur korrekten Montage, Wartung und Verwendung von Anhängerkupplungen sind den Abschnitten „Anhänger sicher an- und abkoppeln“ (17) sowie „Wartung und Pflege“ (19) zu entnehmen.


Mindestalter und Eignung von Gespannfahrern
Das Mindestalter für Gespannfahrer beträgt 16 Jahre. Aufgrund des zusätzlichen Gewichtes dürfen Burley-Anhänger ausschließlich von ausreichend trainierten, körperlich unversehrten und erfahrenen Radfahrern verwendet werden. Diese müssen zusätzlich über entsprechendes Verantwortungsbewusstsein und Kenntnis der Verkehrsregeln verfügen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren erfüllen diese Voraussetzungen u. U. nicht.


Verkehrsregeln beachten
Fahrrad- und Gespannfahrer müssen die jeweiligen Verkehrsregeln nach StVO beachten. Das besondere Fahrverhalten von Gespannen (s. gleichnamiger, allgemeiner Sicherheitshinweis S. 3) macht grundsätzlich eine passive und vorausschauende Fahrweise erforderlich. Wie Kraftfahrzeuge dürfen auch Fahrräder und Fahrradgespanne niemals unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Betäubungsmitteln betrieben werden. Dasselbe gilt für Medikamente, die Wahrnehmung, Reaktion und/oder Körperfunktion beeinträchtigen können.


Schutzhelm tragen
Verschiedene Studien haben ergeben, dass Kopfverletzungen zu den häufigsten Todesursachen bei Fahrradunfällen zählen. Das Tragen von Schutzhelmen kann schwere Kopfverletzungen verhindern oder zumindest abmildern. Radfahrer und transportierte Kinder im Fahrradanhänger sollten daher niemals ohne Schutzhelm am Straßenverkehr teilnehmen.


Keine Mobiltelefone, Kopfhörer usw. verwenden
Beim Radfahren dürfen grundsätzlich keine Mobiltelefone, Kopfhörer, Radios, MP3-Player usw. verwendet werden. Ablenkungen jeder Art können die Aufmerksamkeit von Verkehrsteilnehmern herabsetzen und zu Unfällen und/oder schweren Verletzungen führen.


Stark befahrene Straßen meiden
Aufgrund des besonderen Fahrverhaltens von Gespannen sollte das Befahren von Hauptverkehrsstraßen und sonstigen Strecken mit hohem Verkehrsaufkommen weitestgehend vermieden werden. Zudem kann ein hoher Lärmpegel transportierte Kinder im Anhänger in Unruhe oder Angst versetzen. Stattdessen empfiehlt sich das Ausweichen auf spezielle Radwege.


Fahrten bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen
vermeiden

Aufgrund des besonderen Fahrverhaltens von Gespannen sollten Fahrten bei Dämmerung oder Dunkelheit möglichst vermieden werden, da Hindernisse bei Dunkelheit wesentlich schlechter sichtbar sind. Zudem rechnen Autofahrer häufig nicht damit, dass auf ein Fahrrad ein Anhänger folgt. Falls Fahrten bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen unbedingt erforderlich sind, sollten sich Radfahrer besonders umsichtig verhalten und zusätzlich helle und/oder reflektierende Kleidung tragen.

Anhänger und Fahrräder dürfen insbesondere bei Dunkelheit und/oder schlechten Sichtverhältnissen niemals mit fehlenden, beschädigten, verdeckten und/oder verschmutzten Reflektoren/Lichtern betrieben werden. Die im Lieferumfang enthaltene Batteriebeleuchtung ist daher grundsätzlich zu verwenden bzw. einzuschalten. Wenn Sie Fragen zu Schutzkleidung oder Beleuchtungseinrichtungen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Burley-Fachhändler.


Nur auf sauberen und befestigten Straßen fahren
Burley-Fahrradanhänger sind für den Betrieb abseits befestigter Fahrbahnen oder im Gelände nicht geeignet. Ein unebener Untergrund kann transportierte Kinder im Anhänger in Unruhe oder Angst versetzen, Zuladungen zum Verrutschen bringen und/oder zum Umkippen des Anhängers führen.


Verhalten auf rutschigem Untergrund
Bei nasser, verschmutzter oder vereister Fahrbahn ist besondere Vorsicht geboten, da sich der Bremsweg stark verlängert und die Gefahr von Stürzen besteht. Bei feuchten Witterungsverhältnissen sollten die Fahrradbremsen regelmäßig betätigt werden, um Felgen und Bremssystem vom Wasser zu befreien. Plötzliche Richtungswechsel, Vollbremsungen und nicht angepasste Geschwindigkeit sind auf rutschigen Oberflächen grundsätzlich zu vermeiden. Im Zweifelsfall sollten Radfahrer absteigen und das Gespann vorsichtig über die jeweilige Gefahrenzone schieben. Ansonsten kann die erhöhte Rutsch- und Sturzgefahr zu Unfällen und/oder schweren Verletzungen führen.


Verhalten bei Bordsteinen, Treppen und Rolltreppen
Hohe Bordsteinkanten sollten mit Gespannen grundsätzlich nicht überfahren werden. Stattdessen empfiehlt es sich, abzusteigen und das Gespann über die Kante zu schieben. Eine besondere Gefahr geht von Treppen aus. Trennen Sie in diesem Fall Fahrrad und Anhänger voneinander und lassen Sie Ihre Kinder aussteigen. Fahrrad und Anhänger müssen anschließend separat und vorsichtig die Treppe hinuntergetragen oder -geschoben werden. Straßenbahngleise, abgesenkte Bordsteinkanten und Rillen sollten in einem Winkel von 90º°überfahren werden. Werden solche Hindernisse parallel oder im spitzen Winkel überquert, steigen Sturzgefahr und Wahrscheinlichkeit von Unfällen und/oder schweren Verletzungen extrem an. Das Benutzen von Rolltreppen mit Fahrrädern und/oder Anhängern ist grundsätzlich untersagt.


Verhalten bei Reifenpannen oder anderen technischen Problemen
Zum Beheben eventueller Pannen sollten Gespannfahrer stets entsprechendes Werkzeug (z. B. Schraubenschlüssel, Reifenheber, Luftpumpe) und Ersatzteile (z. B. Flickzeug, Ersatzschlauch) mitführen. Bei technischen Problemen muss die Fahrbahn unverzüglich verlassen und ein sicherer Ort aufgesucht werden. Während erforderlicher Reparaturen sind Kinder im Anhänger stets sorgfältig und aufmerksam zu beobachten. Im Zweifelsfall oder bei nicht reparablen Schäden ist von einem Fortsetzen der Fahrt unverzüglich abzusehen. Wenn Sie Fragen zum Beheben von Pannen oder geeignetem Zubehör haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Burley-Fachhändler.